Das Liniennetz der Region Lübeck

Der ÖPNV in Lübeck wird von in der Hauptsache von SL und LVG abgewickelt. Insgesamt gibt es im Stadtbusliniennetz 24 Buslinien. Die SL hat hierfür ca. 150 Busse, die LVG noch einmal ca. 50 Busse zur Verfügung.

Die Priwallfähren des Stadtverkehres sind nicht Bestandteil der Tarifgemeinschaft Lübeck. Dennoch gibt es für einige Fahrscheinarten die Möglichkeit der kostenlosen Nutzung der Priwallfähren. Nähere Infos gibt es unter Priwallfähre.

Die Geschichte der Tarifgemeinschaft

15. März 1992
Es wird ein Gemeinschaftstarif zwischen Stadtwerke Lübeck (SL) und Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft (LVG) eingeführt. Dieser Zeit vorausgegangen ist eine lange Phase, in der zwei unterschiedliche Tarife galten und es auch ein Bedienungsverbot für die LVG im Bereich der SL- Haltestellen gab.
Seit diesem 15. März 1992 konnte man endlich sagen: alle Lübecker zahlen fürs Busfahren den gleichen Tarif, auch wenn sie in Travemünde, gute 10-15 km vom Zentrum entfernt, wohnen. Denn der bestehende Einheitstarif der damaligen Stadtwerke Lübeck wurde unter Federführung der Kommunalpolitik für das gesamte Stadtgebiet Lübecks übernommen.

01. Juli 1993
Um die Verbindung nach Travemünde noch attraktiver zu gestalten, kam am 01.Juli 1993 noch die Deutsche Bahn AG mit der damaligen KBS 144 (Lübeck - Travemünde, heute Teil der KBS 140) hinzu, so dass es wirklich heißen konnte: ein Fahrschein - ein Tarif. Die Tarifgemeinschaft Lübeck war nun endgültig geschaffen.

01. April 2003
Etwas unglücklich schlecht zwischen LVS und den Verkehrsbetrieben vor Ort abgestimmt, wurde auch die Relation Lübeck Hbf - Haltepunkt St. Jürgen in die Tarifgemeinschaft Lübeck integriert.

01. April 2005
Im Rahmen der Einführung des SH-Tarifes auch im Busverkehr kam als letzte Neuerung noch hinzu, dass seit dem 1.April 2005 auch die Busse der AUTOKRAFT im Geltungsbereich der TGL mit Fahrkarten der Tarifgemeinschaft genutzt werden können. Auf den AK-Bussen sind auf diesen Strecken auch TGL-Fahrscheine erhältlich (jedoch keine Kurzstrecken).

28. Mai 2008
Mit seiner Inbetriebnahme wird der Haltepunkt Lübeck-Flughafen ebenfalls in die Tarifgemeinschaft Lübeck aufgenommen. Allerdings wird die weitere Teilnahme der Bahn an der TGL von der finanziellen Lage und entsprechenden Zuschüssen abhängig gemacht, die von der Stadt Lübeck getragen werden müssen. Ob dies also auf Dauer so bleibt, wird sich zeigen müssen. Am 27.11.2008 hat die Lübecker Bürgerschaft beschlossen, die TGL bestehen zu lassen. Gleichzeitig setzte sie aber ein Zeichen: bis spätestens zum Fahrplanwechsel 2010/2011 soll Lübeck den Sprung zum SH-Tarif auch innerhalb der Stadt schaffen.

Mai 2011
Die Abonnenten einer TGL-Zeitkarte werden angeschrieben und über den Umstieg auf den SH-Tarif und die notwendige Umstellung des Abos informiert. Weitergehende grundsätzliche Infos zu der Anwendung des SH-Tarifes in Lübeck gibt es noch nicht, erste Details werden erst auf Nachfrage der Lübecker Nachrichten genannt. So wird es innerhalb Lübecks auch beim SH-Tarif bei einer Deckelung auf Preisstufe 3 bleiben.

August 2011
Die Region Lübeck des SH-Tarifs beerbt die Tarifgemeinschaft Lübeck.

August 2015
Die Abgrenzung des Bahnhofes Bad Schwartau und der Außenbezirke von Groß Grönau, Stockelsdorf und Gr. Steinrade, die früher auch nicht zur TGL gehörten, entfällt. Auch hier gelten nun die Sonderregeln der Region Lübeck.